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Ebola ist eine seltene und lebensbedrohliche Infektionskrankheit. Sie gehört zu den sogenannten viral hämorrhagischen Fiebererkrankungen (VHF) und wird durch das Ebolavirus (EV) verursacht.

Ebola unterliegt der Meldepflicht.

Symptome

Die Frühsymptome sind unspezifisch und ähneln einem grippalen Infekt: Fieber, Kopfschmerz, Schmerzen des Bewegungsapparats, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen.
Im Verlauf können weitere Symptome hinzukommen, die jedoch nicht immer alle auftreten müssen: Interne und externe Blutungen (Hämorrhagien), welche sehr stark sein können, Ausschlag der Haut (Exanthem), Rötung der Bindehaut, Halsschmerzen, Brustschmerzen, Schluckbeschwerden und Atemnot.
Direkter Kontakt zu einem Ebola-Patienten sollte vermieden werden. Medizinisches Personal, welches einen bestätigten Fall betreut, muss strenge Hygiene- und Isolationsvorschriften einhalten.

Verhalten im Verdachtsfall

Sehr wichtig ist es, Ruhe zu bewahren. Die Wahrscheinlichkeit einer Ebolaerkrankung außerhalb Afrikas ist extrem niedrig.
Es sollte eine telefonische Kontaktaufnahme mit einem Arzt mit genauer Beschreibung der Symptome, der Reiseorte und Reisedauer erfolgen.
Der Arzt wird das weitere Vorgehen mit dem Patienten besprechen.

Kann der Arzt einen Verdacht auf eine Infektion mit dem Ebolavirus bestätigen, sollte das zuständige Gesundheitsamt informiert werden und die Kontaktaufnahme mit einem spezialisierten Zentrum erfolgen . Oft können scheinbare Verdachtsfälle allerdings bereits im Telefonat mit einem spezialisierten Zentrum ausgeschlossen werden.

Wenn es der Zustand erlaubt, sollte der Patient bis zur Bestätigung bzw. zum Ausschluss eines Ebolaverdachtes vor Ort bleiben, z. B. zu Hause, in der Arztpraxis, oder auf der Krankenhausstation in Isolation. Es sollte keine Einweisung in eine Rettungsstelle vorgenommen werden. Auch sollten Transporte möglichst vermieden werden, um Ansteckungen zu verhindern.

Welche Angaben sollten von möglicherweise betroffenen Personen erhoben werden?

  • Name und Alter des Patienten,
  • genaue Angaben über Beschwerden/Symptome und deren Beginn und Schwere,
  • Angabe von Vorerkrankungen und Medikamenteneinnahme, z.B. Impfungen und Malariaprophylaxe (schließt eine Malaria nicht grundsätzlich aus), Impfungen.
  • Genauer Zeitraum des Aufenthaltes in einem Endemiegebiet,
  • Art und Ort der Unterkunft.
  • Genaue Angabe der Reiseroute,
  • Aufenthalt in Höhlen,
  • berufliche Tätigkeiten in Laboren.
  • Weitere Angaben zum Aufenthalt, z. B. Tourismus, Besuch bei Verwandten, berufliche Tätigkeit im Endemiegebiet,
  • Kontakt zu Wildtieren, Verzehr von Wildtierfleisch,
  • erkrankte Personen im Umfeld, Beerdigungen.

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