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Stadt-Umland-Kooperation Elmshorn

 
Stimmen zu einer Erfolgsgeschichte

Eine Stadt und elf Gemeinden in ihrer Nachbarschaft bilden kreisübergreifend die Stadt-Umland-Kooperation Elmshorn. Das sind zwölf Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, die alle das Beste für ihre Orte anstreben. Sie alle haben die Einsicht in die Notwendigkeit gewonnen, dass dieses Beste nur gemeinsam erreicht werden kann. Die ersten Wurzeln der Kooperation reichen rund 15 Jahre zurück. Gemeinsam suchen die Orte in drei Gremien nach Lösungen: Die Regionalkonferenz mit Lokalpolitikern einigt sich auf die großen Linien, der Bürgermeisterausschuss leitet die Zusammenarbeit, der mit hauptamtlichen Verwaltungsmitarbeitern und zwei ehrenamtlichen Bürgermeistern besetzte Arbeitsausschuss entwickelt die konkreten Abmachungen zwischen den Beteiligten. Fachlich begleitend sind Mitarbeiterinnen der Landesplanung, der Kreise Pinneberg und Steinburg sowie Institut Raum & Energie dabei.

Das zentrale Thema war bislang die Planung von in der Region zu entwickelnden Flächen. Was mit den Wünschen nach einer Ausweisung von insgesamt rund 200 Hektar Fläche allein für den Wohnungsbau in allen Kommunen begann, wurde im Laufe der Verhandlungen auf ein angepeiltes Ziel von nur noch 90 Hektar abgeschmolzen. Dieses Ergebnis soll nun von einer Regionalkonferenz bestätigt werden. Für den Bereich der Gewerbeflächen gibt es eine flächenscharfe Abstimmung mit Prioritäten zur Umsetzung.



BERICHTE AUS DER PRAXIS

Wolfgang Borchert-Koschany, Bürgermeister der Gemeinde Altenmoor: "Für unsere Gemeinde ist es toll, dabei zu sein. Wir haben nur 270 Einwohner, keine Gewerbeflächen und auch sonst keine Infrastruktur, von der unsere großen Nachbargemeinden profitieren können, ganz im Gegenteil: Wir sind eher Nutznießer. Trotzdem werden wir in der Kooperation als gleichberechtigt angesehen und können im Verbund mit den anderen Gemeinden der SUK Elmshorn z.B. im Bereich Tourismus, Naherholung und Klimaschutzfond teilhaben und uns im Rahmen unserer Möglichkeiten entwickeln."




Volker Lützen, Stadtrat der Stadt Elmshorn: „Es ist bereits ein hoher Wert, dass man miteinander redet. Bei der Priorisierung von Flächen wurde die Diskussion, wo sofort, wo mittelfristig und wo später begonnen werden soll, dadurch entschärft, dass nur tatsächliche Gegebenheiten berücksichtigt wurden. Die Fragen, wie gut Flächen erschlossen sind, welche allgemeine Anbindung sie haben und welche Größen wichtig sind, haben dazu beigetragen, dass Forderungen zurückgestellt wurden. Dass Elmshorn mit seiner großen Einwohnerzahl bei Abstimmungen das gleiche Stimmrecht hat, wie kleinere Gemeinden, war uns bewusst, störte aber nicht. Zu Themen, die einzelne nicht behandeln wollen, werden dann eben keine Beschlüsse gefasst. Wichtig war, dass die Landesplanung bei den Beratungen gleich mit im Boot saß und so gesonderte Abstimmungen mit einzelnen Kommunen überflüssig wurden."



Ernst-Wilhelm Mohrdiek, Bürgermeister der Gemeinde Horst: „Dieses Ergebnis entstand rein aus sachlichen Überlegungen heraus. Wir haben uns die vorgeschlagenen Flächen angeschaut und anhand von verschiedenen Kriterien wie vorhandener Infrastruktur oder ökologischen Folgen eine Prioritätenliste zur Gebietsentwicklung aufgestellt. Jeder war zu Kompromissen bereit – wir alle können stolz sein."



Jens-Andreas Bieber, Bürgermeister der Gemeinde Kiebitzreihe: „Die Zusammenarbeit hat perfekt geklappt. So ein Austausch und eine Abstimmung sind absolut sinnvoll. Wir wollen selbst nicht expandieren, über Verdichtung gibt es Entwicklungsreserven innerhalb des Ortes – auch für bereits ansässige Unternehmen, falls die mehr Raum brauchen. Und ein aktives Abwerben von Unternehmen betreiben wir nicht – leben und leben lassen ist unsere Devise."


Hans-Barthold Schinckel, Bürgermeister von Klein-Nordende: „Die Zusammenarbeit ist gut, weil wir uns sehr lange kennen. Jeder hat zwar seine Meinung, aber das wird nicht zu Reibungspunkten. Wichtig war, dass jede Kommune nur eine einzige Stimme hat – ob Dorf mit ein paar hundert oder unsere große Schwester Elmshorn mit 48.000 Einwohnern. Und ein wesentliches Ergebnis ist, dass wir alle Planungssicherheit darüber bekommen, was die jeweilige Nachbarkommune an Flächenentwicklung plant."


Petra Gebhardt, Bürgermeisterin der Gemeinde Klein Offenseth-Sparrieshoop: „Verzicht zu üben, ist nicht einfach. Denn jeder möchte doch gern neue Einwohner haben. Aber man muss über den Tellerrand hinausgucken. Und wenn der erste Eindruck auch eine Nachfrage nach Bauplätzen ungebremst erscheinen lässt, so sprechen die Fakten der Mathematik zur Bevölkerungsentwicklung eindeutig für ein abgestimmtes Handeln."




Lothar Hachmann, zweiter Bürgermeister der Gemeinde Klein Offenseth-Sparrieshoop: „Die Zusammenarbeit hat sehr gut geklappt. Davon, dass alle Beteiligten von Anfang an gleich mitlaufen, war nicht auszugehen. Aber im Laufe der Gespräche haben sich alle weiterentwickelt. Bei der Aufstellung der Prioritätenliste für die Entwicklung von Flächen war entscheidend, dass auf Wunsch einer Gemeinde auch über das Verschieben der Rangliste verhandelt werden kann."


Karin Röder, Bürgermeisterin der Gemeinde Kölln-Reisieck: „Die Zusammenarbeit ist sachlich, wir wurden auch von der großen Stadt Elmshorn ernst genommen und es wurden gute Kompromisse erzielt."



Thorsten Rockel, Bürgermeister der Gemeinde Seestermühe: „Im Rahmen der Aufstellung des Flächennutzungsplanes haben wir unsere Flächen begutachtet – und freuen uns, dass externe Fachleute, die durch die SUK hinzugekommen sind, unsere Sicht der Dinge bestätigen. Der Prozess ist für die Gemeinde sehr informativ. Inwieweit die Innenentwicklungspotentiale wirklich auf die allgemeinen Entwicklungspotentiale einer Gemeinde angerechnet werden können, muss im SUK Prozess verhandelt werden."



Michael Rosenthal, Bürgermeister, der Gemeinde Seeth-Ekholt: „Wenn jede Gemeinde nur für sich plant, ist das Stückwerk. Mit der SUK kann es überwunden werden und die Beteiligten gucken über den Tellerrand hinaus. Das alles beherrschende Thema war bislang die Gebietsentwicklung, obwohl man darüber unterschiedlicher Meinung sein kann, ob viele der ausgewiesenen Flächen überhaupt jemals eine realistische Chance haben, entwickelt zu werden. Wir wünschen uns, dass auch andere Themen wie der ÖPNV oder die Belegung und bessere Auslastung der Kindertagesstätten zum Thema der SUK werden."

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