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Interkommunale Kooperation lohnt sich.

 
Ob man es gut finden mag oder nicht – an der Tatsache kommt niemand vorbei: Die goldenen weil einfachen Zeiten des quantitativen Wachstums sind passé. Prosperierte das Gemeinwesen früher einmal schon allein deshalb, weil immer mehr Menschen für immer mehr Nachfrage in allen Bereichen sorgten, so liegt seit den 70er Jahren die Geburtenrate auf einem gleich bleibend niedrigen Niveau. Das statistische Bundesamt hat die Zukunft in Ziffern gegossen: Während derzeit in Deutschland etwa 82 Millionen Menschen leben, werden es selbst nach optimistischen Berechnungen im Jahr 2050 nur noch etwa 73 Millionen sein.

Hinter den nackten Zahlen verbirgt sich für Stadt und Land der Zwang zur Veränderung. Denn die Kausal-Kette ist offensichtlich: Weniger Menschen brauchen weniger Wohneinheiten. Weniger Einwohner heißt: weniger Steuereinnahmen, weniger Konsum und geringere Nachfrage in den Geschäften, kurz: weniger Finanz- und Wirtschaftskraft.

Dass komplette Gemeinden auf einen Schlag von der Landkarte verschwinden und ihre Bewohner auf andere Wohnorte verteilt werden, bleibt sicher auf Ausnahme-Ereignisse wie den Braunkohle-Tagebau beschränkt. Deshalb hat die Minderung der Menschenzahl für die Kommunen zur Konsequenz: Der Wettbewerb um Menschen/Einwohner und Unternehmen wird stärker.

Für Entscheider in den Kommunen ergeben sich daraus zwei Handlungsalternativen: Entweder stellen sie sich mit ihrer Gemeinde allein diesem Wettbewerb oder sie verbünden sich mit anderen.

Bei Alternative eins lauert die Gefahr: „Viele Hunde sind des Hasen Tod!" Je kleiner eine Kommune ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit als „Einzelkämpfer" zerrieben zu werden. Selbst wenn Einzelentscheidungen in einem Ort richtig und zukunftsweisend erscheinen mögen, entpuppen sie sich doch als fatal, wenn man überörtlich das große Ganze betrachtet.

Paradebeispiel ist hierfür die Siedlungsentwicklung mit der Ausweisung von neuen Bau- und Gewerbegebieten. Würde allein Dorf A ein Baugebiet konzipieren, gewänne es an Einwohnern und Kraft. Weil aber auch die Nachbargemeinden B, C und D auf genau die gleiche Idee kommen, tritt eine Kannibalisierung ein, die letztlich niemandem nutzt, weil Überangebot die Preise zerstört.

Alternative zwei macht also mehr Sinn: Kommunen kooperieren, um die Folgen des Schwindens der „Ressource Einwohner" gemeinsam für alle erträglicher zu gestalten. Obgleich einzelne Partner in dieser Kooperation auch Abstriche machen müssen, erwächst durch die Bündelung eine neue Stärke. Viele Dörfer und eine Stadt haben in Summe mehr Gewicht bei Kreis, Land und Bund als Solo-Akteure.

Ausgerichtet sind solche Gemeinschaften nach regionalen Gegebenheiten: Städte und Gemeinden in ihrem Umland sind schon historisch in ein Beziehungsgeflecht eingebunden. Ergab sich in frühren Zeiten eine Aufgaben- und Leistungsverteilung zwischen Stadt und Dorf automatisch und meist nach „dem Recht des Stärkeren", so werden heutzutage diese Prozesse gleichberechtigt organisiert.

Jeder Partner bringt seine Potenziale ein zum Nutzen aller. Simples Beispiel: Wenn die eine Gemeinde ein modernes Schulgebäude besitzt, können die Nachbar-Orte dazu beitragen, es besser auszunutzen, statt mehr Geld dafür auszugeben, ein eigenes, altes Gebäude auf den aktuellen Stand zu bringen. Die so gesparten Mittel können vielleicht in einen modernen Sportplatz oder eine Seniorentagesstätte gesteckt werden, die wiederum von den Nachbarn mitgenutzt werden können.

Gebietsentwicklung, soziale Angebote, Tourismus, Wirtschaftsförderung, womöglich gemeinsam Personalplanung – Felder für sinnvolle Kooperationen gibt es zuhauf.

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