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Mit Neuem aufs Alter reagieren

Die Samtgemeine Jesteburg hat damit begonnen, den demographischen Wandel auszuloten und bereits erste Maßnahmen als Reaktion auf eine älter werdende Bevölkerung getroffen. Samtgemeinde-Bürgermeister Hans-Heinrich Höper berichtet über die Initiativen in seinem Verantwortungsbereich.

„Ausgangspunkt war die Überarbeitung des Flächennutzungsplanes für unsere Gemeinden Jesteburg, Bendestorf und Harmstorf. Die Landesstatistik gab erste Hinweise auf die zu erwartende Bevölkerungsentwicklung“, so der Bürgermeister. Zwar rechne man noch mit Zuzug in die drei Gemeinden, die derzeit insgesamt 10.500 Einwohner haben, doch auffallend sei die ungleichmäßige Entwicklung – trotz eines Gesamtplus nehme die Zahl der Menschen zwischen 20 und 30 Jahren ab.

Vertieft wurde die Datenerhebung im Rahmen von Bürgerversammlungen zur Überarbeitung von Bebauungsplänen in den einzelnen Gemeinden. In punkto Altersbestimmung wurden die Daten aus dem Melderegister genutzt. Das, so betont Bürgermeister Höper, sei zwar noch keine wissenschaftliche Erhebung, fördere aber weitere Indizien zu Tage. „Für ein Quartier haben wir beispielsweise festgestellt, dass 45 Prozent der dort lebenden Menschen älter als 65 Jahre sind.“ Zusätzlich zu diesen demographischen Angaben wurden die Bürger nach ihrer persönlichen Situation befragt, um aus der Kombination von Alter und anderen Umständen Schlüsse ziehen zu können: Sind die großen Liegenschaften noch gewollt? Welche Bedeutung hat Unterhaltung und Pflege? Welche Meinung besteht zum Verkauf? Sollen alte Häuser durch neue Bauten ersetzt werden? Wie kommt die Idee „Alt und Jung unter einem Dach“ an?

Konsequenzen aus dieser Art „Demographiekataster light“ werden beim „Auffrischen“ der Bebauungspläne gezogen. „In Bendestorf haben wir beispielsweise viele sehr große Grundstücke von 2.500 Quadratmetern und mehr. Ältere Menschen sind da einfach mit der Unterhaltung schon sehr belastet.“, so Höper.

Als Folge könnten zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: Einerseits können die großen Grundstücke der älteren Generation geteilt werden, um die Bewirtschaftung zu erleichtern. Andererseits können auf diese Weise jungen Familien innerörtliche Flächen als Bauland angeboten werden. So hilft der richtige Umgang mit dem demographischen Wandel, Flächen im Außenbereich zu sparen und Natur zu schützen. Weiß man durch ein Demographiekataster, wie viele Flächen aus Altersgründen frei werden, weiß man auch, wie viele neue, junge Familien zu erwarten sind.

Eine weitere Schlussfolgerung aus den Erkenntnissen von demographischen Erhebungen ist die Öffnung von Bebauungsplänen, um sie an Senioren-Bedürfnisse anzupassen. Sie sollen Umbauten und neuer Technik nicht im Wege stehen – so könnten unter anderem der bislang aus Gestaltungsvorschriften nicht zugelassene Anbau von Außen-Fahrstühlen oder auch die Ausrüstung der Dächer mit Solar-Technik vorangebracht werden.

Samtgemeinde-Bürgermeister Höper wird auf der 6. Zukunftswerkstatt "Flächenverbrauch - Mitten drin ist in!" über den Stand der Dinge in den drei Gemeinden berichten. Wer sich schon vorab informieren möchte, hat unter www.jesteburg.de unter dem Navigationspunkt „Jesteburg 2020“ die Chance dazu.

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