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Erfahrungen mit dem FolgekostenSchätzer

 
Interview mit Reinhard Nieberg, Stadtbauamtsleiter Lauenburg

Wirksames Instrument gegen das Bauen „aus dem Bauch
heraus"


Was taugt „Was-kostet-mein Baugebiet.de"? - Reinhard Nieberg kennt die Antwort. Er ist Leiter des Stadtbauamtes von Lauenburg und somit Experte, wenn es um Immobilien, Infrastrukturen und deren Kosten geht. Nieberg und sein Team haben den FolgekostenSchätzer über mehrere Monate hinweg getestet – und für gut befunden. Er sagt: „Sobald in unserem Bauausschuss die Diskussion um das nächste Baugebiet beginnt, werfe ich die Fakten an die Wand – per PC und Beamer."

An drei Baugebieten haben Nieberg und seine Mitarbeiter das Programm ausprobiert und die Ergebnisse immer wieder im Expertenkreis diskutiert. Fazit: „Wir sind zufrieden." Auch sind bereits erste Kontakte zu Kommunalpolitikern aufgenommen worden, um sie mit dem Thema vertraut zu machen. Die Resonanz ist positiv. „Die Sensibilität wächst", sagt Reinhard Nieberg. Nach seinen Erfahrungen könne jedes engagierte Bauausschussmitglied schnell mit dem Programm zurechtkommen und einen guten Überblick gewinnen. Nieberg: „Nicht wenige waren schon sehr erstaunt, welche Summen da im Laufe der Jahre anfallen. Wenn bislang manchmal über die Ausweisung von neuen Flächen fast aus dem Bauch heraus entschieden wurde, so wird künftig wohl intensiver nach- und umgedacht."

Die Langfristigkeit beeindruckt besonders. „Sobald erkennbar wird, was es kostet, Rohrnetze nach 60, 80 Jahren zu reparieren, bekommt man eine ganz andere Perspektive. Da drängt sich schnell die Frage auf: Lohnt sich eine Neuausweisung auch vor dem Hintergrund der Jahrzehnte dauernden Belastungen?"

Diese vorausschauende Sichtweise ist der Grund, weshalb laut Nieberg auch die Kollegen aus der Kämmerei gesteigertes Interesse am Folgekosten-Rechner hegen. Und das, obwohl nicht alle einzelnen Faktoren und sämtliche Rechenschritte bis ins Letzte transparent sind. „Das ist auch gar nicht notwendig. Regionale Einflüsse, die sich auf die Kosten auswirken, wie unterschiedliche Bodenbeschaffenheit oder topografische Verhältnisse sind ausreichend fundiert im Programm hinterlegt worden. Voreingestellt sind realistische Durchschnittswerte. Sie sind jedoch veränderbar. Je mehr konkrete Zahlen man zusätzlich einspeisen kann, desto präziser wird die Vorhersage", so Lauenburgs Bauamtsleiter. Individuell können beispielsweise Kostenverteilungen entsprechend der örtlichen Beitragssatzungen sein oder aktuelle Abrechungsergebnisse abgeschlossener Bauarbeiten.

Seine Erfahrungen will Reinhard Nieberg breit streuen. Nicht allein seinen Kollegen auf Landkreis-Ebene wird er berichten, sondern über die Arbeitsgemeinschaft der Bauamtsleiter Schleswig-Holsteins wird er dafür werben, dass seine Kollegen „ihre" Politikerinnen und Politiker auf das Instrument ebenfalls hinweisen.

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