Sprungziele
Aktuelles

Stadtverwaltung Bad Bramstedt

Bleeck 17-19
24576 Bad Bramstedt

04192-506-0
04192-506-60
zentrale@bad-bramstedt.de

Mo, Di, Fr
08 - 12 Uhr
Do
08 - 12 Uhr und
14 - 18 Uhr
sowie außerhalb der Öffnungszeiten nach Vereinbarung.
language

Stadtplan
Seiteninhalt

Durchblick dank Datenbank - so viel kostet ein Baugebiet wirklich

 
Neue Baugebiete = neue Bürger = neue Steuereinnahmen (…und fürs örtliche Handwerk fällt auch noch etwas ab). Nach dieser simplen Formel wird seit Jahrzehnten verfahren, wenn es um die Planung und Entwicklung von Städten und Gemeinden geht. Leider ist das wahre Leben nicht ganz so einfach. Eine Vielzahl von Faktoren macht die Bauplanung zunehmend komplizierter und die finanziellen Folgen werden undurchschaubarer. Wir von der Metropolregion Hamburg möchten ein paar Informationen beisteuern, damit Sie nicht ausschließlich auf Profi-Planer, externe Berater und Investoren vertrauen müssen, sondern selbst nachrechnen können – um zumindest einen groben Überblick zu gewinnen und sich kein x für ein u vormachen lassen müssen.

Allein schon bei den Berechnungen für die technische Infrastruktur ist eine große Anzahl von Aspekten zu beachten. Der Straßenbau, die Anlage eines Strom- und eventuell Erdgas-Netzes sowie die Wasserversorgung müssen finanziert werden. Wie bei der Erschließung die verschiedenen Aufgaben zusammenhängen, bei welcher Anzahl von Wohneinheiten welche Belastungen auf eine Kommune zukommen – und zwar nicht allein beim Bau, sondern auch langfristig – ist durch den Infrastruktur-Folgekosten-Rechner abzuschätzen.

Auf der Internetseite Was-kostet-mein-Baugebiet.de ist dieses einfach zu bedienende Werkzeug zu finden, das auf einem Excel-Programm basiert. Die Informationen aus der Datenbank berücksichtigen neben den Erstellungskosten auch die Aufwendungen für Betrieb, Unterhaltung und Instandsetzung - wenn gewünscht über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten. Individuell lassen sich unterschiedliche Szenarien zur Bebauungsdichte wählen. Ebenfalls variabel einstellbar sind Kostensätze für den Bau der Infrastruktur, Zinssätze für die Finanzierung und die mögliche Verteilung auf unterschiedliche Kostenträger.

So mancher Nutzer wird überrascht sein, wie viel so ein neues Baugebiet auf „grüner Wiese" wirklich kostet. Und viele Test-Rechner werden sogar ernüchtert sein, wenn sie die Aufwendungen in Bezug zur Höhe der Einkommenssteueranteile setzen, die von den potenziellen neuen Bürgern zu erwarten sind. Schon hier können „Verlustgeschäfte" offensichtlich werden.

Doch damit nicht genug: Denn Straßen und Leitungen reichen als Attraktionen für Neu-Bürger nicht aus – weiche Standortfaktoren und damit weitere Kosten kommen hinzu. Aufwendungen insbesondere für Kindertagesstätten, eventuell Schulen, Freizeiteinrichtungen und ÖPNV fallen für die kommunalen Haushalte an, und zwar wiederum nicht nur einmalig, sondern ständig.

Die nackten Zahlen sprechen mehr und mehr für eine andere Variante des Wachstums: die effektivere Nutzung der Innenbereiche. Hier sind zum einen Leitungsnetze vorhanden, zum anderen auch jene Einrichtungen, die für die Lebensqualität der Bürger sorgen. Und falls überhaupt eine Erweiterung nötig sein sollte, fällt sie für die Allgemeinheit günstiger aus als ein Neubau: Leicht ist nachzuvollziehen, dass ein Anbau von zwei, drei Gruppenräumen an einen bestehenden Kindergarten erheblich billiger kommt als ein komplett neues Haus, in dem zusätzlich zu den Gruppenräumen Neben- und Sozialräume, Außenspielgelände und Parkplätze zu errichten sind. Hier können Kosten vermieden werden. Das wirkt sich wiederum senkend auf die Gebühren für den Kindergarten aus und macht ihn somit attraktiver.

Die neue Formel für die Entwicklung von Städten und Gemeinden könnte also lauten: Verdichtung = geringere Infrastrukturkosten = weniger belastete, zufriedenere Neubürger plus Steuereinnahmen.

…und fürs örtliche Handwerk fällt weiterhin etwas ab. Denn ob Baulücken zu schließen sind oder alte Häuser umgebaut und renoviert oder sogar durch neue Häuser ersetzt werden müssen, um heutigen Wohnkomfort-Ansprüchen gerecht zu werden – es ergibt sich reichlich Nachfrage nach Handwerkern und Material.

Außer den Kommunen profitieren ebenso die einzelnen Bürger finanziell vom Handeln nach der Devise: „Mittendrin ist in!" Auch für sie ist per Internet unter www.womo-rechner.de leicht zu checken, welche Wohn- und Mobilitätskosten anfallen. Details hierzu erfahren Sie in unserem nächsten Newsletter.

Unterkünfte suchen und buchen

An-/Abreise
Reisende