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Flächennutzungszertifikate

 
(in der Diskussion)

WAS IST DAS?

Die Grundidee von Flächennutzungszertifikaten (FNZ) beruht auf dem Handel von kontingentierten Rechten zur Bebauung von Flächen. Der bauwillige Grundstückseigentümer muss nicht nur über den Boden selbst, sondern auch über die entsprechenden, in FNZ verbrieften Nutzungsrechte, verfügen.


WIE GEHT DAS?
In einem ersten Schritt wird die Größe der zur Bebauung freigegebenen Fläche bestimmt (bottom-up oder top-down). Danach wird mit Hilfe von übertragbaren FNZ ein Markt für Nutzungsrechte geschaffen. Die Anzahl der Zertifikate entspricht dabei der freigegebenen Baufläche. Sie werden vom Staat entweder gratis oder über eine Auktion an die Grundbesitzenden abgegeben und stellen eine Art Wertpapier dar, deren Preis über Angebot und Nachfrage bestimmt wird.
Der Impuls zum Handel geht vom Verzicht auf die Nutzung aus. Der Nutzungsverzicht wird durch Rückzonung bzw. Rücknahme der Baulandausweisung oder Renaturierung „dokumentiert". Die käuflich erworbenen zusätzlichen FNZ können zur Verdichtung oder zur Ausweitung der Bauzone / des Baulandes an einem planerisch geeigneten Standort genutzt werden.

WAS BRINGT DAS?

Das Instrument ermöglicht eine quantitative Begrenzung des Gesamtvolumens des Flächenneuverbrauchs. Die Bewertung, welche Flächen raumplanerisch zur Bebauung geeignet sind, obliegt dem Planungsverfahren.
Eigentümer, Bauherren, Investoren etc. müssen sich über die Flächennutzungszertifikate mit der Tatsache, dass die bebaubare Fläche begrenzt ist, und damit mit dem Thema Flächenverbrauch auseinandersetzen. Je knapper die noch verfügbare Fläche wird, desto größer ist die Konkurrenz um die Zertifikate und damit der Preis.
Um über dieses Instrument einen finanziellen Anreiz für die Innenentwicklung zu schaffen, müssen die Rahmenbedingungen des Handelns entsprechend weiterentwickelt bzw. konkretisiert werden.


AUFWAND - NUTZEN

Für eine Anwendung von FNZ bedarf es gewisser rechtlicher Anpassungen auf Gesetzesebene, wobei hierfür der rechtliche Spielraum grundsätzlich vorhanden ist. Der Aufwand betrifft vor allem die Methodenentwicklung. Erst danach ist eine Aufwand-Nutzen-Beurteilung für den Handel der Zertifikate möglich.
(siehe handelbare Flächenausweisungsrechte).


GUTE BEISPIELE AUS DER PRAXIS

Schweiz -> Einsatz von FNZ als Instrument für die Raumplanung in Planung
pro natura - Broschüre zu FNZ (Download)
pro natura - Konzepte und Erfahrungen zu FNZ (Download)

In den USA werden Flächennutzungszertifikate unter dem Begriff Transferable Development Rights (TDR) lokal bereits seit den 1970er Jahren eingesetzt. Derzeit gibt es in über 30 Bundesstaaten mehr als 130 solcher TDR-Programme.

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